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Advance Auto Parts Sportscar Showdown 2017
IMSA-WSC
www.americansportscar.de
Circuit Of The Americas (COTA) / Austin / Texas / USA
05.05. - 07.05.2017
Teilnehmer Training Qualifying Rennen Bericht
 


Bericht von Stefan A. Volk (americansportscar.de)
 
Bilder von IMSA.com und ...
and Mark Windecker & Sports Car Unleashed
 

* VORWORT *

Die Teilnehmer-Liste zum vierten Lauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship weißt dieses mal ein Feld von 40 Fahrzeugen auf.

Allerdings gab es kurz nach der Veröffentlichung auch bereits die erste Absage aus der PC-Klasse. Das die Teilnahme in dieser Klasse im Abschiedsjahr schwierig wird war bereits zu Saisonbeginn bekannt. 

Nach einem Zwei-Wagen Programm in Daytona bekam Starworks Motorsports für Sebring nur noch eine Fahrerpaarung für ein Fahrzeug zusammen. Für das Rennen in Austin standen die Chancen auf ein Fahrzeug nicht schlecht, als diese aber verfiel entschied Teamchef Peter Baron sich nun erst einmal wieder um sein LMP2-Projekt zu kümmern. Dank einiger interessierter Sponsoren könnte dieses eventuell schon im Juni an den Start gehen. Eine weitere Teilnahme in der PC schließt man aber nicht aus.

In der Starterliste für das Rennen auf dem Circuit of the Americas sind etliche Änderungen auf den Fahrzeugen zu finden. Da zeitgleich an diesem Wochenende das Langstreckenrennen der WEC im belgischen Spa-Francorchamps stattfindet fehlen einige Porsche-Werkspiloten. So ersetzt Wolf Henzler auf der #912 seinen Markenkollegen Kevin Estre.  Auch Michael Christensen fehlt an diesem Wochenende und wird auf dem #28 Alegra Porsche von Mathieu Jaminet vertreten.

Eine völlig neue Besetzung bringt das kalifornische "The Racers Group" Team von Kevin Buckler mit. Nur wenige Tage vor dem Rennwochenende konnte man mit Parker Chase (16) und Harry Gottsacker (17) das wohl jüngste Fahrer-Duo gewinnen.

Neu dabei ist an diesem Wochenende das LoneStar Racing Team und bringt mit Mike Skeen und Dan Knox einen weiteren Mercedes-AMG GT3 an den Start.

Auch bei den Prototypen gibt ein ein paar Änderungen. So ersetzt der Italiener Marco Bonanomi auf dem #52 PR1/Mathiasen Ligier Tom Kimber-Smith.

Bei BAR1 erhält Nicholas Boulle (#26) an diesem Wochenende Unterstützung durch IndyCar-Pilot Stefan Wilson der sein IMSA-Debüt gibt.

Nach den heftigen Crash's von VisitFlorida und Action Express Racing beim Long Beach Lauf gab es für beide Teams jede Menge zu tun. Auch wenn Dallara den Cadillac DPi-V.R als "reparable" erklärte tat man es VisitFlorida gleich und bereitete das SpareCar für dieses Wochenende vor.

 

* TRAINING *

Im Vorjahr noch ohne größere 'Track-Limits' will die IMSA dieses Jahr härter durchgreifen. Aufgrund zu vieler Überschreitungen musste man aber das erste Training gegen Halbzeit erst einmal unterbrechen und setzte diese keine halbe Stunde vor Ende fort.

Wieder einmal dominierte das Brüder-Duo Jordan und Ricky Taylor mit ihrem #10 Cadillac DPi-V.R und unterbot mit einer Zeit von 1:57.116 sogar die bisherige Qualifikations-Bestzeit. Nur 0,077 Sekunden dahinter folgt Joao Barbosa (#5 Mustang Sampling Cadillac) auf Platz zwei vor Ryan Dalziel (#2 Tequila Patron ESM Nissan).

In der GTLM zeigten sich im ersten Training die beiden BMW's als sehr stark und duellierten sich mit den beiden Ford's. Am Ende hatte Dirk Müller (#66) die Nase knapp vorne und ließ sein Landsmann Martin Tomczyk (#24) hinter sich.

Einen guten ersten Run hatte auch Tristan Vautier (#75 SunEnergy1 Mercedes) und ließ sogar seinen Markenkollegen Jeroen Bleekemolen (#33 Riley/AMG Mercedes) hinter sich.

Mit einem Vorsprung von fast fünf Sekunden ging die Bestzeit in der PC-Klasse an Patricio O'Ward (#38 Performance Tech) vor Stefan Wilson (#26 BAR1). Der dritte Wagen in der Klasse lag mit Buddy Rice (#20 BAR1) sogar über 7 Sekunden zurück. Auch im zweiten Training lagen beide BAR1-Oreca's mehr als 3 Sekunden zurück. Diese überzogene Dominanz sollte sich auch das ganze Wochenende fortsetzen.

Ebenfalls Dominant zeigten sich die Jordan-Brüder mit einer Zeit von 1:56.595 im zweiten Training. Erst über eine Sekunde dahinter folgt die Konkurrenz - angeführt durch Christian Fittipaldi (#5 Mustang Sampling Cadillac).

Wie schon in ersten Training waren auch dieses mal die BMW an der Spitze der Zeitenliste zu finden. Die Plätze drei bis fünf teilten sich der #62 Risi Ferrari mit den beiden Werks-Porsche.
 
Auch in der GT-Daytona zeigte sich ein ähnliches Bild wie bei der vorherigen Trainingssitzung. Erneut holt sich Tristan Vautier (#75 SunEnergy1 Mercedes) die Bestzeit. Dahinter folgt Lokalmatador Mike Skeen (#80 LoneStar Mercedes) vor Jens Klingmann (#96 Turner BMW).

Für Aufregung sorgte gegen Rennende die in Brand geratene #3 Corvette. Dieses konnte allerdings schnell gelöscht werden, sodass der Schaden am Fahrzeug nicht all zu groß wurde. Ursache hierfür war nach dem Brand beim ROAR und in Sebring erneut ein Treibstoffleck.



Das dritte Training am Freitag morgen ging wieder einmal an Cadillac. Doch dieses mal lagen die beiden Action Express Fahrzeuge von Dane Cameron (#31) und Joao Barbosa (#5) die Spitzenreiter vor Stephen Simpson (#85 JDC-Miller Oreca). Die beiden Nissan DPi von Ryan Dalziel (#2) und Johannes van Overbeek (#22) komplettieren die Top-5 und liegen innerhalb einer Sekunde hinter der Spitze.

Der bisher führende #10 W. Taylor Cadillac sorgte hingegen für eine Unterbrechung als man fünf Minuten nach dem Start auf der Strecke liegen blieb und erst gegen Ende der Sitzung noch einmal einige schnelle Runden drehen konnte.

Die Bestzeit in der GTLM holte sich Giancarlo Fisichella (#62 Risi Ferrari) und war der einzige, der eine 2:02'er Zeit einfahren konnte. Doch nur 0,114 Sekunden dahinter folgt Patrick Pilet (#911 Porsche) vor den beiden BMW von Alexander Sims (#25) und John Edwards (#24).

Bei seinem Serien-Debüt holte sich der Franzose Mathieu Jaminet (#28 Alegra Porsche) die Bestzeit vor Madison Snow (#48 Paul Miller Lamborghini) und Tristan Vautier (#75 SunEnergy1 Mercedes).

Im Warm-Up am Renn-Samstag war es dann erneut Action Express Racing mit Eric Curran (#31) der die schnellste Zeit auf den Asphalt hinterließ. Über eine halbe Sekunde dahinter folgt Jordan Taylor (#10 W. Taylor Cadillac) vor dem überraschend starken Marc Goossens (#90 VisitFlorida Riley/Multimatic).

Die 20-minütige Sitzung musste allerdings unterbrochen werden als der #70 Mazda mit einem Aufhängungsschaden auf der Gegengeraden strandete. Kurz vor Ende wurde die Strecke dann zwar noch einmal frei gegeben, doch eine schnelle Runde war nicht mehr möglich.

 

* QUALIFYING *

Im Qualifying der GT-Daytona holte sich der Vorjahres-Sieger des Porsche SuperCup-Rennens, Mathieu Jaminet (#28 Alegra Porsche), die Pole mit einem Vorsprung von gerade einmal 0,092 Sekunden auf Jack Hawksworth (#15 3GT Lexus). Mit über einer Sekunde Rückstand landeten die beiden Lamborghini Huracan von Madison Snow (#48 Paul Miller) und Corey Lewis (#16 Change) vor Patrick Lindsey (#73 Park Place Porsche) und Andrew Davis (#57 Stevenson Audi).

Aufgrund einer falschen Fahrzeughöhe wurde am Ende des Qualifyings der zweitplatzierte Lexus ans Ende des Feldes strafversetzt. Aufgrund eines Reifenproblems muss auch der #80 LoneStar Mercedes sich hinten anstellen. Da es für keine wirklich schnelle Runde gereicht hatte verliert man nur wenige Plätze.



Ein harter Kampf um die Pole entbrannte in der GT-Le Mans. Dabei trennte die Top-7 am Ende gerade einmal 0,252 Sekunden. Die Bestzeit ging am Ende an John Edwards (#24 BMW) vor Giancarlo Fisichella (#62 Risi Ferrari) mit einem Vorsprung von gerade einmal 0,032 Sekunden. Auf Startplatz drei konnte Alexander Sims (#25 BMW) sich vor den beiden Ford's von Ryan Briscoe (#67) und Dirk Müller (#66) qualifizieren.

Sehr ruhig verlief dann das Qualifying der PC-Klasse. Die Pole unter den drei Wagen ging - wie nicht anders zu erwarten - an den #38 Performance Tech Oreca von James French, der sich fast drei Sekunden vor Stefan Wilson (#26 BAR1) platzieren konnte.

In finalen Stint des Qualifyings deklassierte Ricky Taylor (#10 W. Taylor Cadillac) dann mit einer Zeit von 1:54.809 den Rest des Feldes als käme er aus einer anderen Welt.

Erst satte 1,5 Sekunden dahinter folgen dann Johannes van Overbeek (#22 Tequila Patron ESM Nissan) vor den beiden Action Express Cadillac's von Eric Curran (#31) und Christian Fittipaldi (#5). Bester nicht DPi wurde Jose Gutierrez (#52 PR1/Mathiasen Ligier) auf Platz fünf vor dem zweiten #2 Nissan DPi.

Für die Taylor's ist es die zweite Austin-Pole in Folge. Mit dem Setup für das Qualifying ist man einen großen Kompromiss eingegangen. Für das Rennen will man aber noch das eine oder andere umbauen. Nach Scott Pruett und Memo Rojas im Jahr 2011 sind die beiden Taylor's das erste Fahrerduo das zu Saisonbeginn drei Rennen in Folge gewinnen konnte.

 

 
* RENNEN *

Mit technischen Problemen schafft es der #52 PR1/Mathiasen Ligier nicht in den Grid. Mit Hochdruck arbeitet man daran den Wagen wenigstens im Rennverlauf ins Laufen zu bekommen.

Währenddessen zieht der Rest des Feldes in die Aufwärmrunden hinter dem SafetyCar hinterher.

Am Start fällt dann allerdings Johannes van Overbeek (#22 Tequila Patron ESM Nissan) ein paar Fahrzeuglängen zurück, sodass vorne Ricky Taylor (#10 W. Taylor Cadillac) enteilen kann. In Turn 1 kann sich dann van Overbeek Platz zwei von Erich Curran (#31 Whelen Engineering Cadillac) zurückholen und die Jagd auf Taylor aufnehmen.

Einen regelrechten Massenunfall gibt es in Turn 1 im GTLM-Feld als Giancarlo Fisichella (#62 Risi Ferrari) von Ryan Briscoe (#67 Ford) abgeschossen wurde.

Diese knallt dabei in das Heck von Briscoe's Teamkollegen Dirk Müller (#67 Ford) und trifft dann in der weiteren Folge Tommy Milner (#4 Corvette) der sich umdreht und von Wolf Henzler (#912 Porsche) getroffen wird. Nahezu alle tragen dabei Bodywork und Aufhängungsschäden davon und versuchen sich an die Box zu schleppen.

Zu einem weiteren kleinen Zwischenfall kommt es in der Prototypen-Klasse in Turn 2 als Scott Sharp (#2 Tequila Patron ESM Nissan) von Marc Goossens (#90 VisitFlorida Riley/Multimatic) in Turn 2 herumgedreht wird und weit zurückfällt. Ohne größere Schäden kann Sharp aber das Rennen fortsetzen, dass aktuell aufgrund des Unfalls in der GTLM-Klasse unter gelber Flagge weiterläuft.

Etwas gesitteter geht es dann beim Restart ab. Vorne fährt Ricky Taylor aber erneut in einer anderen Welt und kann sich in den ersten Runden schon über 2 Sekunden absetzen.

Während man bei Risi Competizione den Ferrari schon für das Rennen abgeschrieben haben, versuchen die restlichen Teams ihre Wagen irgendwie wieder rennbereit zu bekommen.

Einen fantastischen Rennstart legt auch IMSA-Debütant Mathieu Jaminet (#28 Alegra Porsche) hin, der sich ebenfalls von Rest des Feldes gut 1,5 Sekunden absetzen kann.

Nach dem Startcrash haben sich die beiden BMW's von John Edwards (#24) und Alexander Sims (#25) in der GTLM an die Spitze durchsetzen können Dahinter folgt Patrick Pilet (#911 Porsche) vor Jan Magnussen (#3 Corvette).

Nach einer halben Stunde hat sich Ricky Taylor bereits über 10 Sekunden von Rest lösen können und dreht unbeschadet bis zu 2 Sekunden schnellere Rundenzeiten.

Mit technischen Problemen steuert dann Jonathan Bomarito (#55 Mazda DPi) die Box an. Der Wagen wird routinemäßig aufgetankt und bekommt ein Satz neuer Reifen, doch danach werden die beiden Motorhauben-Teile abgehoben und im Heck gearbeitet.

Mit Ausnahme des Risi-Ferrari haben die unfallbeteiligten Teams ihre Wagen wieder fitt bekommen und sind wieder im Rennen dabei.

Nach einem Kontakt mit dem #75 SunEnergy1 Mercedes von Kenny Habul muss Johannes van Overbeek (#2) an die Box und bekommt dort neben Sprit und Reifen auch noch eine neue Fronthaube.

Schon seit einigen Runden geben sich Brett Curtis (#96 Turner BMW) und Robert Alon (#15 3GT Lexus) einen packenden Zweikampf in der GTD um Platz elf.

Nachdem man bei Mazda davon ausging den Fehler beim #55 Wagen beseitigt zu haben rollt dieser bei verbleibenden 120 Minuten erneut langsam um die Strecke und steuert die Box an. Immer wieder kommt es zu Fehlzündungen. Frustrierte Gesichter beim gesamten Team, denn auch der #70 Mazda ist aktuell mit elektrischen Problemen an der Box.

Der in der GTLM führende John Edwards (#24 BMW) gerät mächtig unter Druck, nachdem Patrick Pilet (#911 Porsche) sich an Alexander Sims (#25 BMW) vorbei gekämpft hatte.

Nach 50 Rennminuten kommt dann der gesamtführende Ricky Taylor (#10 W. Taylor Cadillac) zu seinem ersten Stopp an die Box. Da auch der Rest mittlerweile zu ihrem Stopp hinein gekommen ist behält Taylor die Führung.



Kurz nach seinem Boxenstopp strandet Jeroen Mul (#16 Change Lamborghini) in den Esses und löst die zweite Gelbphase aus.

Aktuell führen in den einzelnen Klassen Ricky Taylor (#10 P), James French (#38 PC), Patrick Pilet (#911 GTLM) und Katherine Legge (#93 GTD).

Beim Restart zieht erneut Ricky Taylor mit exakt 90 Minuten Restfahrzeit dem Feld davon. Hinter ihm folgen die beiden Action Express Cadillac von Joao Barbosa (#5) und Dane Cameron (#31) vor Marc Goossens (#90), Scott Sharp (#2) und Mikhail Goikhberg (#85).

Weiterhin im Zweikampf mit dem #96 Turner BMW knallt der #15 3GT Lexus, mittlerweile mit Jack Hawksworth am Steuer, in das Heck der aktuell drittplatzierten GTLM von Dirk Werner (#911) und dreht diesen um.

Doch Werner kann das Rennen fortsetzen - bangt aber darum, dass dem weit nach hinten herausragenden Diffusor nichts passiert ist.

Mit fast 30 Runden Rückstand ist mittlerweile auch der #52 PR1/Mathiasen Ligier ins Rennen gegangen. Auch die beiden Mazda drehen wieder ihre Runden.

In der GTD bahnt sich wieder ein Führungswechsel an, als Jeroen Bleekemolen (#33 Riley/AMG Mercedes) sich Bryan Sellers (#48 Paul Miller Lamborghini) schnappt und dann schnell auf den führenden Daniel Morad (#28 Alegra Porsche) aufschließen kann. Nur wenige Rudnen später ist es dann soweit und Bleekemolen geht an Morad vorbei.

Mit etwas mehr als 50 Minuten auf der Uhr kommen die Teams zu ihrem vermutlich letzten Boxenstopp hinein.


Als letzter kommt der #5 Mustang Sampling Cadillac mit den letzten Tropfen Sprit an die Box und muss in der 'Fast-Line' die letzten Meter geschoben werden. Dadurch liegt Dane Cameron (#31 Whelen Engineering Cadillac) auf Platz zwei vor Ryan Dalziel (#2 Tequila Patron ESM Nissan). Jordan Taylor (#10 Wayne Taylor Cadillac) dreht vorne weiterhin mit einem Vorsprung von aktuell fast 30 Sekunden unbeschwert seine Runden.

Während sich in der Prototypen-Klasse wohl alle Podestplätze schon vergeben sind und sich in der GTLM auch kaum etwas tut, gibt es in der GT-Daytona einen packenden Kampf um den Sieg. Dort führt Jeroen Bleekemolen (#33 Riley/AMG Mercedes) knapp vor Bryan Sellers (#48 Paul Miller Lamborghini) und Alessandro Balzan (#63 Scuderia Corsa Ferrari). Auch Jens Klingmann (#96 Turner BMW) und Mathieu Jaminet (#28 Alegra Porsche) liegen noch dicht auf.

In den letzten 37 Minuten kommt dann noch einmal  Spannung bei den Prototypen als Stephen Simpson (#85 JDC/Miller Oreca) sich Ryan Dalziel (#2) zurecht legt und an ihm vorbei zieht. Doch Dalziel klebt regelrecht an Simpson's Heck. Im Verkehr zunächst etwas zurückgefallen kommt Dalziel dann noch einmal an Simpson heran und luchst ihm Platz drei bei einer weiteren Überrundung wieder ab.

Dreißig Minuten vor Ende kann sich der gesamtführende Jordan Taylor (#10) noch einmal einen Tankstopp erlauben.

Keine zwanzig Minuten später wird Ryan Dalziel (#2) unschön seinem hervorragenden dritten Platz beraubt wird. Über 60 Runden lang gekämpft schlagen plötzlich Rauch und kleinere Flammen aus dem Motorraum. Einige Runden dreht Dalziel noch mit seinem Fahrzeug. Man hofft das sich das Feuerchen durch den Fahrtwind von selbst löschen könnte.

In Runde 68 geht dann schlagartig nichts mehr und Dalziel steuert mit einem heftigen Brand im Heck die Auslaufzone an. Die Streckenposten schalten sehr schnell und sind bereits am Auto als dieser ausgerollt ist und aus dem Cockpit springt. Nach einer späteren Überprüfung der Telemetrie-Daten stellt man eine stetig ansteigende Öl-Temperatur fest.

Der Rennleitung bleibt nichts anderes übrig als 7 Minuten vor Ende noch einmal eine Gelbphase auszurufen. Der immer noch qualmende Wagen wird hinter die Streckenbegrenzung gezogen, sodass man einen letzten 5-minütigen Sprint einläuten kann.

Tristan Vautier (#75 SunEnergy1 Mercedes) dürfte aber soweit der einzige sein der von der Gelbphase profitieren kann und sich in der GTD Platz drei erobern kann.


Nahezu konkurrenzlos holen sich heute die Taylor-Brüder ihren vierten Saisonsieg in Folge. Zwischen den beiden Action Express Cadillac wird es in den letzten Runden zwar noch einmal eng, doch Dane Cameron (#31) behält die Nase vor seinem Teamkollegen Joao Barbosa (#5) vorne. Auf Platz vier landet mit dem #85 JDC-Miller Oreca der erste LMP2 vor dem #22 Tequila Patron ESM Nissan DPi von Johannes van Overbeek und Ed Brown.

Der Sieg in der Prototype Challenge geht - wie nicht anders zu erwarten - an #38 Performance Tech. In der GTLM entgeht BMW nur knapp ihrem ersten Sieg und müssen sich nur der #3 Corvette von Jan Magnussen und Antonio Garcia geschlagen geben.

In der GTD geht der Sieg erneut an Ben Keating und Jeroen Bleekemolen im #33 Riley/AMG Mercedes.

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